Wer sagt eigentlich, dass man für eine Faschingsparty Plastiktröten braucht? Im Wald wartet das größte Orchester der Welt auf uns – wir müssen nur wissen, wie wir die Instrumente finden und bauen.
Musizieren im Wald macht nicht nur riesigen Spaß, es schult auch das Gehör und das Rhythmusgefühl der Kinder auf eine ganz natürliche Weise. Und das nicht nur zur Faschingszeit 😉
Hier haben wir drei einfache Ideen für Eure Wald-Instrumente:
1. Die Wald-Klanghölzer (Rhythmus-Stäbe)
Das einfachste Instrument der Welt, aber mit großer Wirkung.
Das Material: Sucht zwei trockene, etwa gleich dicke Äste (am besten von Hartholz wie Buche oder Eiche, die klingen heller). Sie sollten ca. so lang sein wie die Unterarme Deines Kindes.
Der Hack: Schnitzt mit dem Taschenmesser an einer Stelle die Rinde ab oder verziert sie mit bunten Bändern.
Der Sound: Wenn man sie gegeneinander schlägt, ergibt das einen klaren, harten Takt – perfekt, um den Rhythmus z.B. beim Laufen vorzugeben.
2. Die Natur-Rassel (Wald-Shaker)
Das Material: Eine leere, saubere Blechdose o.ä. (wichtig mit Deckel) oder eine kleine Plastikflasche.
Die Füllung: Geht auf Entdeckungstour! Was klingt wie?
Steinchen: Klingen laut und hart.
Eicheln oder kleine Zapfen: Ergeben ein dumpfes, hölzernes Klappern.
Getrocknete Bucheckern-Hüllen: Klingen fast wie ein Regenmacher.
Der Sound: Deckel drauf, festkleben und schütteln! Jede Füllung ergibt ein einzigartiges Instrument.
3. Die hohle Baum-Trommel
Manchmal muss man gar nichts bauen, sondern nur finden.
Die Suche: Sucht im Wald nach umgefallenen, hohlen Baumstämmen oder morschen Baumstümpfen.
Das Werkzeug: Zwei stabile Stöcke, deren Enden Ihr vielleicht mit etwas Stoff und einem Gummi umwickelt (als weiche Schlägel).
Der Sound: Probiert aus, wo der Stamm am tiefsten klingt. Meistens ist es genau über dem hohlen Kern.
So habt ihr einen „Bass“ in Eurem Wald-Orchesters!
Was Kinder dabei lernen – der Wald-Mehrwert 😉
Hinter dem ganzen „Lärm“ steckt ganz viel Entwicklung:
Auditive Wahrnehmung: Kinder lernen den Unterschied zwischen hohen und tiefen Tönen sowie zwischen verschiedenen Materialien (Holz vs. Stein vs. Metall).
Feinmotorik: Das Befüllen kleiner Öffnungen oder das Schnitzen an den Klanghölzern trainiert die Geschicklichkeit.
Gemeinschaft: Gemeinsam einen Takt zu finden, erfordert Aufmerksamkeit und Gefühl für die Gruppe – genau das, was eine gute Wald-Party ausmacht!
Idee für eine Faschings-Umzug im Wald:
Zieht mit Euren Instrumenten als „Faschings-Umzug“ durch den Wald. Das vertreibt die Wintergeister und macht Platz für den Frühling!
Aber Achtung: Achtet darauf, dass Ihr nicht direkt neben den Ruheplätzen von Tieren musiziert.
Viel Spaß beim Trommeln, Rasseln und Feiern!




