Wenn die Kälte versucht uns in die Knochen zu kriechen, dann müssen wir einfach hüpfen!
Der Februar ist im Wald oft ein tückischer Monat. Die erste Euphorie über den Winter ist verflogen, und die Kälte scheint tiefer in die Glieder zu ziehen als noch im Dezember.
Aber keine Sorge, ob beim Waldspaziergang oder im Waldkindergarten selbst, ist die beste Heizung nicht der altbewährte Taschenwärmer, sondern der eigene Herzschlag. Und um den Puls so richtig hoch zu jagen, kommen hier drei witzige Bewegungsspiele, die innerhalb von fünf Minuten für rosige Wangen und warme Füße sorgen. 😉
1. Frierender Bär (Schüttel-Action)
Dieses Spiel ist perfekt für den Einstieg am Morgen, wenn alle noch etwas steif gefroren sind. Aber auch wenn wir beim Spaziergang vor lauter Gucken ud Staunen ein bisschen stehen geblieben sind.
So geht’s: Alle Kinder sind „Bären“, die gerade aus dem Winterschlaf erwachen. Die Spielleitung ruft: „Der Bär schlottert vor Kälte!“ – Nun müssen alle ihre Arme, Beine und den ganzen Körper so fest wie möglich schütteln.
Die Steigerung: Wenn die Spielleitung ruft: „Die Sonne kommt raus!“, rennen alle Bären so schnell sie können zu einem vereinbarten Baum (dem „Sonnenplatz“).
Warum es wirkt: Das Schütteln aktiviert die Durchblutung bis in die Fingerspitzen, und der kurze Sprint bringt den Kreislauf auf Hochtouren.
2. Eiszapfen-Fangen (Reaktion & Wärme)
Eine winterliche Variante des klassischen Fangspiels, die für viel Spaß und Lachen sorgt.
So geht’s: Ein Kind ist der „Frostriese“ und versucht, die anderen zu fangen. Wer abgeschlagen wird, verwandelt sich sofort in einen Eiszapfen: Das Kind bleibt starr stehen, die Arme steil nach oben gestreckt.
Die Rettung: Andere Kinder können den Eiszapfen „schmelzen“, indem sie einmal um ihn herumrennen und dabei laut rufen: „Sonne scheine!“
Warum es wirkt: Die ständige Bewegung (Weglaufen und Umrunden) lässt keine Zeit zum Frieren.
3. Eichhörnchen-Lager (Ausdauer-Sammeln)
Dieses Spiel verbindet Bewegung mit einer kleinen Aufgabe und ist ideal, um eine größere Fläche zu nutzen.
So geht’s: Markiert ein „Winterlager“ (ein Kreis aus Stöcken). Verteilt in ca. 10-20 Metern Entfernung viele „Nüsse“ (Tannenzapfen oder kleine Steine). Die Kinder müssen nun einzeln (oder in Teams) losflitzen, eine Nuss holen und sie ins Lager bringen.
Die Regel: Es darf immer nur eine Nuss getragen werden!
Warum es wirkt: Das ständige Hin- und Herlaufen über eine längere Strecke erzeugt eine gleichmäßige, tiefe Körperwärme, die lange anhält.
„Warmmacher-Check“
Warum sind diese Spiele im Winter mehr als nur Zeitvertreib?
Selbstwirksamkeit: Kinder lernen: „Ich bin der Kälte nicht hilflos ausgeliefert. Ich kann selbst etwas tun, damit mir warm wird.“
Grobmotorik: Das Rennen auf unebenem Waldboden im Winter (vielleicht gefroren oder matschig) schult die Koordination und Trittsicherheit unter erschwerten Bedingungen.
Stimmungs-Boost: Kälte macht oft quengelig. Kurze, intensive Bewegungsphasen schütten Endorphine aus und heben die Laune sofort.
Kleiner Tipp am Rande:
Macht mit! Nichts motiviert Kinder mehr, als eine Mama oder einen Papa zu sehen, der genauso wild schlottert oder rennt. Und ganz nebenbei: Es hilft auch gegen Eure eigenen kalten Füße beim Warten.





