Morgens Raureif auf den Wiesen, mittags strahlender Sonnenschein: Der März ist die Königsdisziplin für Wald-Eltern. Wer sein Kind jetzt zu dick einpackt, riskiert Schwitzattacken und anschließende Quengelei. Wer zu dünn plant, fängt sich das Frösteln ein.
Die Lösung? Das Zwiebelprinzip. Aber Vorsicht: Einfach nur viele Schichten übereinanderwerfen reicht nicht. Auf das „Wie“ und „Was“ kommt es an! Hier sind unsere 5 „Profi“-Tipps, mit denen dein Kind den ganzen Tag perfekt temperiert bleibt.
1. Die goldene Regel: Baumwolle ist im März dein „Feind“
Der größte Fehler passiert oft schon bei der untersten Schicht. Baumwolle saugt Schweiß auf wie ein Schwamm und bleibt dann nass und kalt auf der Haut liegen.
Die Lösung: Setze auf Wolle/Seide oder reine Merinowolle. Diese Materialien leiten Feuchtigkeit vom Körper weg und wärmen sogar noch, wenn sie leicht feucht sind.
2. Die Isolationsschicht: Luft ist der beste Wärmer
Die mittlere Schicht soll die Körperwärme halten. Hier arbeiten wir mit „eingeschlossener Luft“.
Die Lösung: Ein Fleece-Pullover oder ein Wollwalk-Pulli.
Warum? Diese Materialien sind flauschig und halten die warme Luftschicht direkt am Kind. Wenn es mittags warm wird, ist das die Schicht, die als Erstes im Rucksack verschwindet.
3. Softshell vs. Hardshell: Wähle die richtige Aussenschicht
Im März regnet es oft nicht durchgehend, aber der Boden ist nass und der Wind oft noch schneidend kalt.
Die Lösung: Bei trockenem, windigem Wetter ist eine Softshelljacke die erste Wahl, da sie atmungsaktiv ist. Nur wenn es wirklich schüttet, greifen wir zur „Hardshell“ (Regenjacke).
Der Fehler: In einer klassischen Plastik-Regenjacke schwitzen Kinder bei Bewegung extrem – und frieren dann in den Sitz- und Ruhepausen doppelt.
4. Die „Socken-Wärme“
Kalte Füße sind der Stimmungskiller Nummer eins.
Die Lösung: Auch hier gilt: Wolle statt Baumwolle! Achte darauf, dass die Schuhe nicht zu eng sind. Wenn die Zehen sich nicht mehr bewegen können, wird es kalt – egal wie dick die Socke ist. Auch hier sorgt eine Luftschicht für die Wärme 😉
5. Der „Nacken-Check“: Dein eingebautes Thermometer
Hände und Nasenspitzen sind kein guter Gradmesser für die Körpertemperatur von Kindern.
Die Lösung: Fühle mit zwei Fingern im Nacken deines Kindes.
Warm und trocken? Alles perfekt.
Heiß und feucht? Eine Schicht muss aus.
Kühl? Zeit für den Pulli oder eine Runde „Eiszapfen-Fangen“ (Bewegung!).
Kleiner Tipp am Rande:
Ein Schichten-Look ist nur so gut wie seine Flexibilität. Das heißt: Sorge dafür, dass dein Kind eine Schicht (z.B. die Weste oder den dünnen Pulli) selbstständig an- und ausziehen kann. So lernt es schon früh, auf das eigene Körpergefühl zu hören.
„Lieber drei dünne Schichten als eine dicke Michelin-Männchen-Jacke!“





