Ostern steht vor der Tür, und in der Fantasie unserer Kinder hoppelt der Osterhase jetzt mit Hochdruck durch das Unterholz. Aber wie sieht es in der Realität aus? Habt ihr schon mal versucht, den „echten“ Osterhasen oder seine Freunde im Wald zu entdecken?
Der März-Boden ist perfekt für kleine Spurensucher: Er ist oft noch weich und feucht vom Tau, was Pfotenabdrücke (Trittsiegel) wie kleine Kunstwerke konserviert. Packt die Lupe ein – wir gehen auf Spurensuche!
1. Der Feldhase: Der echte „Osterhase“
Den echten Feldhasen bekommt man selten zu Gesicht, aber seine Spuren sind unverwechselbar.
Das Erkennungsmerkmal: Hasen setzen bei der Flucht oder beim Hoppeln die langen Hinterpfoten vor die Vorderpfoten. Das Spurenbild sieht aus wie ein großes „Y“.
Wo suchen? Am Waldrand und auf angrenzenden Feldern.
2. Das Reh: Der „Hüpfer“ im Gebüsch
Rehe sind im März besonders aktiv, da sie die frischen Knospen suchen.
Das Erkennungsmerkmal: Zwei schmale, spitze „Schalen“ (Hufe), die nebeneinanderliegen. Wenn das Reh springt, sind die Abdrücke tiefer und weiter auseinander.
Der Detektiv-Tipp: Sucht nach „Fegestellen“ an jungen Bäumen – dort haben die Rehböcke ihr Geweih gerieben.
3. Das Eichhörnchen: Der flinke Akrobat
Bevor die Bäume ganz dicht belaubt sind, kann man Eichhörnchen toll beobachten.
Das Erkennungsmerkmal: Die Spuren im Schlamm sehen aus wie winzige Hände mit langen Fingern. Meistens führen sie direkt zu einem Baumstamm.
Der Hinweis: Findet ihr angeknabberte Zapfen? Wenn sie aussehen wie abgenagte Maiskolben, war hier ein Eichhörnchen am Werk.
4. Die Amsel: Trippel-Trappel im Laub
Überall im Wald raschelt es jetzt. Oft ist es kein großes Tier, sondern eine fleißige Amsel, die das Laub nach Würmern durchwühlt.
Das Erkennungsmerkmal: Winzige, dreistrahlige Füße, die im feuchten Boden oder Matsch zu sehen sind.
5. Die „Wald-Hinterlassenschaften“
Ja, auch das gehört dazu! Wer hat hier geköttelt?
Hasen hinterlassen kleine, runde „Kügelchen“ (ähnlich wie beim Hauskaninchen). Rehe hinterlassen dunkle, eichelförmige Pillen. Für Kinder ist diese „Kaka-Kunde“ oft das absolute Highlight der Tour! 😉
Ausrüstung für kleine Spurensucher
Ihr braucht kein teures Equipment. Ein paar Dinge machen die Suche aber spannender:
Eine Lupe: Um die feinen Krallenabdrücke zu sehen.
Hier findet ihr tolle kinderechte und handliche Lupen!Ein Metermaß: Wie weit springt ein Hase eigentlich? (Spoiler: Bis zu 3 Meter!)
Gips (für Profis): Wer eine tolle Spur findet, kann sie mit Gips ausgießen und mit nach Hause nehmen.
Wir haben es auch schon mit Knete versucht 😉
Die vorgestellten Produkte sind ganz persönliche Empfehlungen, die sich bei uns bewährt haben. Der Beitrag enthält Affilate-Links.




