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Regenwetter im Waldkindergarten

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Mein Wald-Check (Update 2026): Dieser Beitrag ist über Jahre gewachsen. Ich habe meine Erfahrungen von den ersten Anfängen 2019 bis heute kombiniert, damit du direkt von meinen Fehlern lernst!

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Regenwetter im Waldkindergarten: Tipps für den perfekten Matsche-Patsche-Tag

Regenwetter ist wahrscheinlich mit das tollste Wetter im Waldkindergarten – zumindest sehen das meine Mädels so. Unser großer Waldzwerg beschwert sich sogar bei mir, wenn es zu lange trocken ist: Es sei jetzt endlich Zeit für richtigen Regen! Denn Waldkinder wissen: Dann kann man so richtig schön matschen… eben ein Matsche-Patsche-Tag!

Doch ich musste erst lernen, den Regen zu lieben. An unserem allerersten Waldtag am 1. September stand mein großes Mädchen perfekt ausgestattet bereit, während ich völlig improvisieren musste. Erst am Abend vorher wurde mir beim Wettercheck klar: In meinem normalen Outfit bleibe ich niemals trocken. Ich bin buchstäblich kurz vor Ladenschluss noch losgerannt, um mir eine Regenhose zu organisieren. Ich dachte damals auch, meine Softshell-Jacke und Wanderschuhe würden schon reichen – ich wurde eines Besseren belehrt! ABER Waldmamas lernen ständig dazu… mittlerweile besitze auch ich eine echte Regenjacke sowie Gummistiefel.

1. Die Matschhose: Robust & Systematisch

Ganz nach der Devise „Probieren geht über Studieren“ habe ich bei meinen Waldzwergen alles getestet: Von teuren Outdoor-Marken über Kaffee-Röster bis hin zu anderen Discountern. Am Ende haben mich persönlich nur die Matschhosen von Lidl (*) überzeugt.
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  • Einsatz: „Wirklich trocken“ bedeutet bei uns: Die Kinder können knien, sitzen und rumtollen. Einem ausgiebigen Bad in der Pfütze, wie es mein großes Mädchen liebt, hält wohl nichts stand – aber dafür haben wir ja unsere Wechselgarderobe im Bauwagen.

  • Mein 3-Hosen-System: Wir haben pro Kind 3 Stück (alle ungefüttert!). Eine bleibt fest im Wald, zwei haben wir zu Hause im Wechsel.

  • Update 2026 – Warum keine Fütterung mehr? Früher hatten wir auch gefütterte Hosen. Heute weiß ich: Das Innenfutter saugt das Wasser oft wie ein Docht nach oben, und das Kind ist innen nass.

  • Der Wärme-Hack: Wir kaufen die Hosen mindestens eine Nummer größer. An kalten Tagen ziehen wir einfach eine Walkhose oder Jogginghose drunter. Walk ist genial, weil es sich nicht so schnell vollsaugt und wunderbar warm hält.

2. Die Regenjacke: Ungefüttert ist besser

Auch hier setzen wir auf Lidl. Ich kaufe sie immer so groß, dass sie im Winter sogar über unsere Walk- oder Daunenjacken passt.

Eine wichtige Erfahrung: Wir nutzen mittlerweile auch hier nur die ungefütterte Variante. Meiner Meinung nach saugen sich die gefütterten Jacken beim intensiven Herumtollen mit Wasser einfach zu voll. Regenjacken brauchen wir (im Gegensatz zu den Hosen) auch wirklich nur, wenn es von oben schüttet.

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3. Gummistiefel: Halt & trockene Füße

Bei Gummistiefeln hat sich bei uns die Marke Elefanten (*) bewährt. Sie haben ein tolles Profil für den Waldboden und sind schön leicht.

Gegen Schwitzfüße: Ich nutze spezielle Einlagesohlen und die Mädels tragen Funktionssocken von Camano (*) – seitdem bleiben die Füße endlich trocken! Im Winter nutzen wir Gummistiefel von Demar (*) mit Lammfell-Innenschuh.

👉 Mehr dazu: [Mein großer Gummistiefel-Check]

4. Regenhut: Freie Sicht ohne Kapuze

Nachdem das Frühjahr 2019 so richtig nass und stürmisch war, forderten meine Waldwichtel einen Regenhut. Kapuze drüber und fertig, war ihnen nun zu unpraktisch und schränkte sie auch irgendwie ein.

Wir haben uns für den Südwester von Finkid (*) entschieden. Einerseits sagte den Mädchen die Passform zu, andererseits war für mich die relativ lange Nackenpartie sowie die windgeschützten Ohren ein Kaufargument. Bis jetzt hat uns der Hut nicht enttäuscht.

👉 Mehr dazu: [Südwester – der perfekte Regenhut ]

5. Buddel-/Matschhandschuhe: Warme Finger beim Spielen

Ganz wichtig und nicht zu vergessen sind die Matschhandschuhe! Gerade an kälteren Tagen oder im Winter kann man mit Hilfe dieser wunderbar matschen oder im Wasser/Schnee spielen, ohne eiskalte Finger zu bekommen.

  • Unser System: Wir haben jeweils ein Paar in gefüttert und ungefüttert dabei.

  • Marken-Check: Unsere Buddelhandschuhe waren lange Zeit von Tell´s. Nachdem diese schwer aufzutreiben waren, schwenkten wir auf andere um, wie z.B. Reima (*), CMP (*) etc. – je nachdem, was gerade im Angebot war. Hier konnten wir bis auf den Preis keine wirklichen Unterschiede feststellen.

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Kleiner Tipp am Rande…

…den ich auch erst lernen musste: Wasch deine Regenklamotten nicht ständig! Lass sie einfach trocknen. Nur bei extremer Verschmutzung kurz abbrausen oder ab in die Maschine. Die Kinder sehen am nächsten Tag sowieso nach fünf Minuten wieder aus wie kleine Schmutzfinken!

Das Helly Hansen „Farben-Experiment“

Als die Lidl-Hosen mal vergriffen waren, stieß ich auf ein Schnäppchen von Helly Hansen (*). Eigentlich eher im oberen Preissegment, aber im Riesen-Rabatt-Sale musste ich zugreifen. Da nur die blauen Kombis im Angebot waren, haben jetzt beide Mädels blau – auch wenn ich ihnen sonst gerne unterschiedliche Farben anziehe. Aber was soll ich sagen? Die Kleidung ist extrem robust und jeden Cent wert!

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Mein Fazit: Regen ist nur Matsch ohne die richtige Hose

Wenn ich an meinen Stress am 1. September zurückdenke, muss ich heute schmunzeln. Regenwetter im Waldkindergarten ist kein Grund zur Sorge, sondern die Einladung für die schönsten Kindheitserinnerungen. Ja, es erfordert ein bisschen Logistik (Stichwort: 3-Hosen-System!) und ja, man lernt ständig dazu, aber es lohnt sich.

Erschrick bitte nicht vor der Liste an Ausrüstung. Vieles davon wächst über zwei Saisons mit und einiges lässt sich wunderbar gebraucht finden oder eben flicken. Am Ende des Tages zählt nur, dass dein Kind abends glücklich, müde und (weitestgehend) trocken aus seinen Matschklamotten schlüpft – bereit für das nächste Abenteuer.

In diesem Sinne: Viel Spaß beim nächsten Matsche-Patsche-Tag!

Alles Liebe,
Deine Jenny von rausimwalde.de